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Sehenswerte Ziele auf dem Peloponnes: Land & Leute

Peloponnes – Πελοπόννησος

Der Peloponnes ist eine Halbinsel im Süden des griechischen Festlands mit etwa einer Million Einwohnern. Die größte Stadt ist Patras im Norden. Im Hafen von Patras legen die Fähren aus Italien an. Der Peloponnes ist der südlichste Teil der Balkanhalbinsel. Im Osten wird die Halbinsel von der Ägäis und im Westen vom Ionischen Meer begrenzt. Vom Festland ist der Peloponnes durch den Kanal von Korinth getrennt. Dennoch gilt der Peloponnes nicht als Insel, weil der Kanal ein künstliches Bauwerk ist. 



Agia Theodora (Αγία Θεοδώρα) - das Wunder von Vasta (Βάστα)
Die Kirche Agia Theodora ist ein echtes Nuturwunder: aus den Wänden und aus dem Dach der kleinen Kirche wachsen 17 große Bäume. Unter der Kirche sprudelt eine Quelle.  Die Geschichte: Theodora lebte vermutlich im 12. Jahrhundert. Theodora war eine von drei Töchtern einer sehr armen Familie. Zur damaligen Zeit musste jede Familie einen männlichen Nachkommen zum Militärdienst schicken. Gab es nur Mädchen, musste Tribut gezahlt werden. Da die Familie so arm war, ging Theodora als Mann verkleidet zum Militärdienst, sie wurde der Soldat „Theodoris“. Der Schwindel flog zunächst nicht auf. Dann aber verliebte sich eine Frau in den Soldaten „Theodoris“. Theodora wollte und konnte ihre Tarnung nicht preisgeben und wies die Frau zurück. Die Frau bezichtigte Theodora darauf hin, sie entehrt und geschwängert zu haben. Dem Soldaten „Theodoris“ wurde befohlen, die Frau zu ehelichen. Dies konnte Theodora nicht tun, sie gab ihre Identität nicht preis und beteuerte ihre Unschuld. Theodora wurde vor Gericht gestellt, verurteilt und hingerichtet. Am Abend vor dem Urteil soll sie im Gebet gesagt haben, dass ihr Grab zu einer Kirche werden möge, ihr Blut zu einer Quelle und ihre Harre zu Bäumen. Als man nach der Hinrichtung die wahre Identität der Toten entdeckte, war der Kummer groß. Theodora wurde heilig gesprochen. Die kleine Kirche der Heiligen Theodora wurde zum großen Wallfahrtsort. Vastas liegt 110 km südöstlich von Pyrgos und 25 km westlich von Megalopoli in Arkadien auf dem Peloponnes.

      
 
Bahnstrecke Diakopto–Kalavryta in Achaia im Norden des Peloponnes
Die Bahnstrecke Diakopto–Kalavryta ist eine 22 km lange Schmalspurbahnstrecke im Norden des Peloponnes in Griechenland und verbindet die Hafenstadt Diakopto am Golf von Korinth  mit Kalavryta auf 750 Meter Höhe in den dahinter liegenden Bergen. Gebaut wurde die Strecke von 1889 bis 1896. Insbesondere landschaftlich ist die Strecke sehr interessant. Sie verläuft durch die Vouraikos-Schlucht mit einer atemberaubenden Berglandschaft. In Zachlorou kann man einen Zwischenstopp machen und das Kloster Megaspileo (Μεγα Σπήλαιον  = “große Höhle“) besuchen. Das Kloster ist wie ein Schwalbennest an einer Felswand gelegen. In den untersten Stockwerken befindet sich eine riesige Höhle. Das Kloster wurde 1943 von der Deutschen Wehrmacht zerstört, nach dem Krieg aber wieder aufgebaut.

     
 
Bergdörfer Dimitsana (Δημητσάνα) und Stemnitsa (Στεμνίτσα)
Die Bergdörfer Dimitsana und Stemnitsa liegen im zentralen Hochland von Arkadien oberhalb der Lousios-Schlucht und gehören zur Gemeinde Gortynia. Das Besondere an den Dörfern ist, dass sie in den Hang hinein gebaut wurden, der Höhenunterschied im Dorf Dimitsana beträgt über 200 Meter . Die Dörfer bestehen überwiegend aus Natursteinhäusern. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Landflucht ein und die Orte waren für mehrere Jahrzehnte verlassen. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden die teils verfallenen Häuser im alten Stil neu aufgebaut. Die beschaulichen, idyllischen Dörfer machen einen sehr gepflegten Eindruck. Von beiden Dörfern hat man eine gute Aussicht über die Lousios-Schlucht. In Dimitsana gibt es ein Freilichtmuseum über die Nutzung von Wasserkraft, ein Museum sakraler Kunst und eine Bibliothek mit Schriften aus dem 14. Jahrhundert. Von Dimitsana aus kann man die die Klöster Prodromou und Philosophou in der Lousios-Schlucht besuchen. In Stemnitsa gibt es eine Gold- und Siberschmiede-Schule. Die Dörfer liegen ca. 90 km östlich von Pyrgos. Von Pyrgos aus geht es über Arch. Olympia, anschließend auf die Straße Olympia-Tripoli. Bei Karkalou geht es rechts Richtung Dimitsana. Stemnitsa liegt 8 km südlich von Dimitsana.

      
 
Burg Chlemoutsi (Χλεμούτσι) bei Kastro (Κάστρο) in Ilia
Die Burg Chlemoutsi ist eine hochmittelalterliche Kreuzfahrerburg auf einem Hügel in 200 Metern Höhe bei Kastro im Nordwesten des Peloponnes. Sie wurde um 1220 unter der Herrschaft von Gottfried II. von Villehardouin erbaut. Chlemoutsi ist eine der größten und am besten erhaltenen Burgen in Griechenland. Der größte Teil der Burg Chlemoutsi ist in seiner Originalstruktur erhalten. Sie ist ein bedeutendes Beispiel der französischen Festungsbaukunst des 12. Jahrhunderts, erkennbar ist aber auch der Einfluss der byzantinischen Architektur. In den Sommermonaten finden in der Burg zahlreiche Veranstaltungen wie Ritterspiele, Konzerte, Theaterstücke etc. statt. Kastro liegt im Nordwesten des Peloponnes und gehört zur Präfektur Ilia. Kastro liegt 75 km südwestlich von Patras, 6 km südlich von der Hafenstadt Kyllini und 43 km nördlich von Pyrgos.

      
 
Eichenwald Foloi - Φολόη - in Ilia
Der Eichenwald Foloi liegt auf einem Hochplateau (600 Meter Höhe) am südwestlichen Ausläufer des Bergs Erymanthos im Osten von Ilia an der Grenze zu Arkadien auf dem Peloponnes. Foloi ist mit einer Fläche von 42.000 Hektar einer der größten Eichenwälder in Europa. Die Eichen sind sehr hoch sehr gerade gewachsen. Er gilt als ältester europäischer selbst gepflanzter Buchen- und Eichenwal. Der Wald ist ein reichhaltiges Ökosystem mit einer reichen Flora und Fauna. Die Gegend ist von dem Netzwerk NATURA 2000 zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Natürlich kommt der Wald Foloi auch in der griechischen Mythologie vor. Der Ort ist das Königreich von Pholus, dem gütigen und tugendhaften Kentaur, der Herkules Schutz bot, als er in dem Erymanthischen Tal auf der Jagd war. Foloi liegt ca. 50 km östlich von Pyrgos. Von Pyrgos aus fährt man Richtung Arch. Olympia, dann Richtung Lala und Lambia. Der Wald liegt westlich des Dorfes Koumanis. Östlich des Dorfes gibt es einen Weg hinab in die Schlucht des Erymanthos. Hier gibt es einen ca. 8 km langen und schönen Wanderweg flussabwärts (Foto rechts).

        
 
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