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Reiseberichte
 

Kreta - Κρήτη PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Heike Lammert   
Sonntag, den 17. Februar 2013 um 13:45 Uhr
 
Kreta - Κρήτη - das etwas andere Griechenland

 „Man darf im Leben nicht zu früh nach Kreta kommen, sonst sieht man nichts anderes mehr von der Welt...“ (Zitat eines unbekannten Philosophen)

Kreta ist in der Tat eine wunderschöne Insel mit einem besonderen Charme und auch anders als der Rest von Griechenland. Dies ist begründet in der geografischen Lage und in der Geschichte der Insel. Selbst die Sprache und die Küche (mit türkischen und kleinasiatischen Einflüssen) unterscheiden sich. Auch viele Sagen und Mythen haben ihren Ursprung in Kreta. Der Minotaurus, ein Wesen mit menschlichem Körper und Stierkopf, war auf Kreta ebenso zuhause wie der Ikarus, der zu nah an die Sonne flog und abstürzte. Auch Zeus verbrachte seine Jugend in Kreta, wo er von seiner Mutter Rea vor seinem Vater Kronos versteckt und von Nymphen aufgezogen wurde. Kronos stürzte einst selbst seinen Vater Uranos, er hatte Angst, seine Kinder könnten das gleiche tun und deshalb verschlang er seine Kinder, außer Zeus. Er war auf eine List seiner Frau Rea hereingefallen. Jahre später stürzte Zeus seinen Vater vom Thron und zwang ihn, all seine Kinder wieder auszuspucken. Es war der Ursprung der olympischen Götter.

Wir haben im Oktober 2011 eine Reise nach Kreta gemacht. Von unserem Heimatort Amaliada auf dem Peloponnes sind wir mit dem Pkw bis Kiato (kurz vor Korinth) gefahren. Ab Kiato haben wir den Proastiakos (Zug) direkt bis Piräus genommen. Von dort haben wir die Fähre nach Iraklio, Kretas Hauptstadt, genommen. Früh morgens konnten wir unseren Mietwagen am Hafen in Empfang nehmen und haben uns gleich auf den Weg nach Ierapetra gemacht. Schon die 90 km lange Fahrt war für mich ein Erlebnis. Zunächst ging es ostwärts Richtung Agios Nikolaos, anschließend über die Berge Richtung Süden. Innerhalb kürzester Zeit ist man vom Meer in den Bergen. Die Landschaft ist fantastisch. Je weiter man Richtung Südosten kommt, desto karger wird die Gegend. Selbst der Geruch ist ganz anders.

Ierapetra liegt im Südosten von Kreta und ist (ohne Zypern) die südlichste Stadt Europas. Mit knapp 12.000 Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt der Insel und gehört zum Regionalbezirk Lasithi. 1798 soll Napoléon Bonaparte auf seinem Feldzug nach Ägypten in Ierapetra Halt gemacht haben. Sehenswürdigkeiten sind das venezianische Kastell von 1626, die Agios-Georgios-Kirche im Stadtzentrum und eine teils verfallene türkische Moschee mit einem restaurierten Minarett und Brunnenhaus. Von Ierapetra aus fahren im Sommer Touristenboote zur unbewohnten Kalksandinsel Chrysi, die sehr schöne, feine Strände hat. Der Tourismus in Ierapetra und im Bezirk Lasithi ist noch nicht sehr stark ausgeprägt. Die Gegend eignet sich hervorragend für Individualurlauber und Naturliebhaber. Haupterwerb ist der Anbau von Gemüse, vor allem Tomaten, Paprika, Gurken und Bohnen. Überall fallen die Treibhauskulturen auf. Für die nötige Bewässerung sorgt der nordwestlich von Ierapetra gelegene Stausee bei Gra Ligia. Für uns war Ierapetra das Ziel, weil hier Freunde von uns wohnen. Etwas außerhalb von Ierapetra haben wir ein kleines Appartement gebucht, direkt am Meer, mit einer fantastischen Aussicht und gar nicht teuer.

Von Ierapetra aus unternahmen wir mit unserem kleinen Mietwagen jede Menge Ausflüge in die nähere Umgebung und in die Berge. Insbesondere die Fahrten in die Hochebenen, weit ab vom Pauschaltourismus, haben uns tief beeindruckt. Man fühlt sich um mehrere Jahrzehnte in die Vergangenheit zurück versetzt. Hier findet man Natur pur. Eine einzigartige Landschaft, eine artenreiche Flora und Fauna und die kleinen Bergdörfer, die fast ausgestorben sind. Die Einheimischen sind sehr neugierig auf Fremde. Gastfreundschaft wird ganz groß geschrieben. Besonders schön sind die Thripi Berge und die Lasithi-Hochebene. Überall riecht es nach wilden Kräutern: Thymian, Salbei, Bergminze, Oregano und Diptam-Dost. Diptam oder Diktam gilt als ein Universal-Heilkraut. Aufgüsse von Diktam sollen die Wundheilung fördern und der Diktam-Tee soll Verdauungsprobleme lindern. In der Antike glaubte man, dass Diktam alle Krankheiten heilen könne. Diktam und seine Mischungen mit anderen Kräutern sind als „Kretischer Bergtee“ erhältlich. Ansonsten ist die Gegend eher karg, neben Olivenbäumen wachsen hier überall die widerstandsfähigen und kugelbuschartigen Pflanzen namens Phrygana. Es ist ein immergrünes Buschwerk. Auch kommen der Johannisbrotbaum und Platanen vor, ganz vereinzelt auch die kretische Dattelpalme, Kiefern, Zypressen und Eichen. Auch gibt es einige schöne Pflanzen, die ursprünglich allerdings nicht in Kreta beheimatet waren: kretischer Aronstab, Sauerklee, rot- oder gelbblühende Mittagsblumen und die amerikanische Agave. Ab und zu hört man Grillen und Zikaden. Dominiert wird die Fauna aber eindeutig von Ziegen und Schafen.

Schön sind auch immer die Ausflüge, die wir mit unseren Freunden unternehmen. Danny und Dieter sind Deutsche, leben aber schon seit vielen Jahren auf Kreta und sind im Tourismus tätig. Dieter kennt sich überall aus, hat immer eine interessante Geschichte und viele Anekdoten zu erzählen. Wir könnten ihm stundenlang zuhören.

In der Mittagszeit kehren wir auf unseren Touren immer in dem meist einzigen Kafenio im Ort ein. Wir bestellen ein Bier und erhalten oft ungefragt ein Mezes dazu. Mezedes sind eine Art kleine Appetithäppchen die auf kleinen Tellerchen angerichtet werden. Die Speisen können ganz unterschiedlich sein, je nachdem was die „Oma“ des Hauses gerade auf dem Herd hat. Es können mit Reis gefüllte Weinblätter (Dolomades), weiße Bohnen in Tomatensauce, Schmorfleisch, Oliven und Käse (Feta oder Graviera), Brot und Tzatziki und vieles mehr sein. Spricht man mit den Einheimischen, so fällt der starke Dialekt in der Sprache auf. Insbesondere wird aus dem „k“ ein „tsch“. So wird aus dem Hündchen, dem Skilaki, ein Skilatschi. Der Dialekt wird auch heute noch sehr gepflegt. Von den Festlandgriechen wird er oft belächelt, die Kreter werden wegen des Dialekts oft für rückständig und stur gehalten. Wir haben aber nur liebenswerte und sehr gastfreundliche Menschen getroffen.

An einem Abend wollen wir alle gemeinsam Essen gehen. Durch Zufall wird im Keller des Restaurants gerade Raki gebrannt. Wir werden eingeladen, uns die Raki-„Brennerei“ anzuschauen. Schnell sitzen wir am Tisch und bekommen Raki serviert. Dazu drückt uns die Oma des Hauses (wahrscheinlich auch die Chefin der „Veranstaltung“) mit ihren pechschwarzen Händen Kartoffeln, die im Brennofen mit gegart wurden, in die Hand. Natürlich alles ohne Teller, Besteck oder Servietten. Das hat uns aber gar nicht gestört, ganz im Gegenteil. Die Gastfreundschaft war unbeschreiblich herzlich, ein tolles Erlebnis. Aber Vorsicht ist geboten: solange man das Gläschen mit Raki austrinkt, wird nachgeschenkt. Ich wäre dankbar gewesen, wenn mir Dieter das vorher gesagt hätte. Die Nachwirkungen waren bei mir am nächsten Tag zu spüren.

Im Gegensatz zum türkischen Raki enthält der kretische Rakí übrigens keinen Anis. Der kretische Raki ist ein Tresterbrand und wird im Herbst nach der Weinlese aus den Pressrückständen der Weintrauben destilliert. Raki ist klar und wird unverdünnt getrunken. Auf Kreta ist Raki ein Nationalgetränk. Durch Lizenz-Beschränkungen von staatlicher Seite gibt es nur relativ wenige Familienbetriebe auf Kreta, die legal Rakí brennen dürfen. Es wird aber viel Raki „schwarz“ gebrannt. Eine besondere Raki-Spezialität ist der Rakomelo (ρακόμελο), d.h. Raki (ρακή) mit Honig (μέλι). Insbesondere im Winter wird dieses Getränk heiß getrunken und wird bei Erkältungen als „Medizin“ eingenommen. Auch wir nehmen dieses „Mittel“ bei Erkältungen zu uns. Die medizinische Wirkung ist zweifelhaft, aber man bekommt warme Füße und kann danach sehr gut schlafen.

Leider hatten wir nur zehn Tage Zeit, eigentlich nur eine Woche, aber auf Grund eines landesweiten Streiks „mussten“ wir drei Tage verlängern. Leider kann man in dieser Zeit nicht die gesamte Insel besuchen und entdecken. Gerne möchten wir auch mal den Norden mit der Samaria-Schlucht und vielen anderen Sehenswürdigkeiten besuchen. Im März 2013 werden wir aber wieder unsere Freunde in Ierapetra besuchen.

Fotos von unserer Reise nach Kreta gibt es im Fotoalbum.


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 06. November 2013 um 19:51 Uhr
 
Matala-Festival auf Kreta PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Heike Lammert   
Samstag, den 16. Februar 2013 um 02:00 Uhr

„Welcome to Matala“ - Matala-Festival auf Kreta im Juni 2011

Über Pfingsten im Juni 2011 haben wir das Matala-Festival auf Kreta besucht. Ein Hippie-Revival- oder Hippie-Reunion-Festival unter dem Motto „Today is Life. Tomorrow never comes.“ Ein fantastisches Festival mit Live Musik fast rund um die Uhr und vielen anderen künstlerischen Aktivitäten. Eine große und friedliche Party mit Jung und Alt unter der kretischen Sonne bzw. unter einem gigantischen Sternenhimmel.

Am Freitagmittag, 10. Juni 2011 starten wir in unserem Heimatort Amaliada auf dem Peloponnes. Mit dem eigenen Pkw fahren wir zunächst bis Kiato und nehmen von dort aus den Proastiakos (Schnellbahn) nach Piräus. Abends gehen wir auf die Fähre und erreichen am nächsten Morgen um 6:00 Uhr den Hafen von Iraklio auf Kreta. Anschließend nehmen wir, bepackt mit Rucksack und Zelt, den Bus nach Matala. In Matala angekommen, steuern wir zunächst den Campingplatz an. An diesem Wochenende ist der Campingplatz extrem überfüllt, aber kostenlos. Unter brütender Hitze schlagen wir unser Zelt auf und genießen dann erst mal ein Bier am Strand. Die Atmosphäre ist toll und es trudeln immer mehr Leute ein.

   

Matala? Matala ist ein kleines Fischerdorf an der Südküste Kretas, ca. 70 km von Iraklio entfernt. Nach dem griechischen Mythos war Matala der Ort, an dem Zeus in Stiergestalt mit der von ihm entführten phönizischen Prinzessin Europa an Land ging. In der Jungsteinzeit wurden in das weiche, poröse Gestein der Bucht zahlreiche Wohnhöhlen gegraben, die in der Zeit der römischen Besetzung Kretas als Grabstätten genutzt wurden. Bis heute sind sie die berühmteste Attraktion von Matala.

Bekannt wurde Matala aber vor allem in den 60er Jahren der 20. Jahrhunderts. In den Wohnhöhlen siedelten sich Hippies aus der ganzen Welt an. Viele junge Amerikaner, die sich dem Vietnamkrieg entzogen, junge Europäer und Australier lebten hier in einer Kommune. Und auch weltbekannte Persönlichkeiten wie Cat Stevens, heute bekannt unter dem Namen Jusuf Islam, Bob Dylan und Joni Mitchell sollen in Matala gewesen sein. Die Hippies lebten ihren Traum der großen Freiheit, von Love and Peace. Mitte der 70er Jahre wurden die Hippies als „Kommunisten“ gebrandmarkt und unter Polizeigewalt vertrieben.

40 Jahre später kommt es im Juni 2011 zu einer großen Reunion. Alt-Hippies aus Amerika, Australien und der ganzen Welt reisen nach Matala, um ein kleines Revival zu feiern. Initiator ist Arn Strohmeyer, der eigentlich nur sein Buch „Mythos Matala“ dort präsentieren will. Aus der geplanten kleinen Party mit den Freunden von damals wird ein riesiges Festival mit 40.000 Teilnehmern. Neben jeder Menge Live-Musik finden auch andere künstlerische Acts statt, so verwandeln sich die Straßen Matalas in ein buntes Farbenmeer mit Flower-Power und Comic-Motiven und jeder zweite läuft mit einem Henna-Tattoo oder Dreadlocks herum.

 
Tagsüber dröhnt aus riesigen Lautsprechern die Musik der Blumenkinder zur Zeit der Flower-Powers-Bewegung. Ab dem späten Nachmittag wird auf einer riesigen Bühne auf dem Strand Live Musik gespielt. Es werden alte Lieder, internationaler Rock und Pop, aber auch traditionelle griechische bzw. kretische Musik gespielt. Die Menschen sind fröhlich, feiern, tanzen und singen am Strand. Es gibt aber auch Diskussionsforen, wo sich die Hippies von einst, heute zum Teil weit über 70 Jahre alt, mit den örtlichen Behörden aussprechen. Großer Höhepunkt des Festivals ist ein fantastisches Feuerwerk über den Wohnhöhlen und ein riesiges, hellerleuchtetes Peace-Zeichen inmitten der Höhlen.


Das Festival ist gut organisiert, die Preise sind sehr günstig und Sicherheits- und Sanitätskräfte haben nur wenig zu tun. Für die Hippies von damals sicherlich ein sehr bewegendes Ereignis, für uns eine große Party mit guter Musik. Eine tolle Veranstaltung, die auch in den nächsten Jahren wiederholt werden soll. Wir werden sicherlich wieder dabei sein.

  
 
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 06. November 2013 um 19:51 Uhr
 
Kardamili / MANI im alten Herzen Griechenlands PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kai-Marious   
Freitag, den 04. Januar 2008 um 12:40 Uhr

KALO`ORISETE`! Herzlich Willkommen in der äußeren Mani!

Der Ort Kardamili gehört zu Messenien, einem der sieben Bezirke der Peloponnes.

Der mittlere „Finger„, die Mani untergliedert sich in äußere (exo´) und innere (mesa`) Mani. (Messenien & Lakonien)

Die Manioten sind stolz auf ihre Wurzeln & Geschichte.
Als ein raues, unzugängliches Terrain, ist die Mani seit jeher, zudem für Flüchtlinge ein Rückzugsgebiet/ Schutz & „neue Heimat“ gewesen.

Alte Bergdörfer bieten den „wiederbelebten“ Reiz der alten Zeit. Gäste werden „ neugierig beäugt“ und liebevoll bewirtet. Die „Pirga“ der Familien symbolisieren noch heute die einstige gesellschaftliche Stellung der einzelnen Familienklans.

Franken, Ottomanen, Türken viele haben die ihre ein - oder anderen Spuren hinterlassen…

Tapferkeit & Entschlossenheit heben die Mani aus anderen Gegenden Griechenlands geschichtlich hervor. War Sie doch stets auf einen unbezwungenen Status bestrebt, und kann sich rühmen, die griechische Revolution 1821 (der Türkenbefreiung) eingeleitet zu haben.

Abgeschiedenheit und die archaische Natur, haben hier einen besonderen Menschen“ geformt. Die geschichtlichen Wurzeln mit Sparta, Kreta und Arkadien, sind im hiesigen Charakter der ansässigen Bevölkerung verwurzelt und lassen die Traditionen des alten Griechenlands mit der modernen, westlichen Lebenseinstellung verschmelzen.

In der schweren Zeit des II. Welt-und danach des Bürgerkrieges mit Militätar- Hunta und Diktatur, fanden viele lokale Familien eine neue Lebensgrundlage in Übersee. Die Heimat stets im „ Herzen tragend“, sind in den letzten Jahren überwiegend mit Fördergeldern, vielerorts Hotels- Häuser und Unterkünfte im trad. Natursteinstil entstanden. Die alte Baukunst mit heutigen Hilfsmitteln verfeinert, ließ so rustikale Villen, Maisonetten und Apartments in dieser charismatischen Landschaft entstehen.

Ein auch hier zunehmend hektischer Stadtalltag, macht die ländlichen Gemeinden für Griechen und Besucher zunehmend attraktiver.

Das graue Taygethosgestein ergänzt sich mit der Gesteinsvorgabe und schafft eine schöne Symmetrie von Architektur & Natur.

Gelegenheiten sich mit der griechischen Sprache zu versuchen, gibt es der viel und werden „dankbar honoriert.“ Besuchen Sie ein Cafe oder eine Taverna des Öfteren, so werden Sie schnell feststellen, dass zwischen

Ihnen und den „Lokalen“ in der Gemeinschaft kaum noch Unterschiede gemacht werden. Das Essen in den meisten Taverna`s ist einfach, aber durch lokales Fleisch und Gemüse schmackhaft. Gewürze finden spärlich Verwendung. Eigenes Olivenöl und lokale Kräuter bilden die Grundlage.

Achten Sie auf Saisongemüse in der Tageskarte. Wir empfehlen offenen „Haus/Tischwein“. Die überregional bekannte Agiorgitiko Rebe von der Nemea Apellation gibt es in verschiedenen Reife und Güteabfüllungen.
Diese sind zudem ein beliebtes Mitbringsel für späteren Urlaubs- Flair daheim.

Die lokale Weinkarte beinhaltet neben u.a. autochonen Weinreben auch internationalen hier gezogenen Sauvignon und Cabernet.
PAREA ( Tischgemeinschaft)

Hier bedient sich nach lokaler Manier der ganze Tisch. Die Rechnung wird letztlich vom Wirt insgesamt ausgestellt und exakt von der Bewirtung wieder herausgegeben. Ein kleines Trinkgeld wird einfach auf dem Tisch zurückgelassen. Geschirr und übrig gebliebene Speisen werden nicht „automatisch“ wie gewohnt abgeräumt, da hiesigen Ortes das Essen als soziales Ereignis gilt und auch schon mal länger dauern kann. So wird dann häufig immer wieder neu geordert und weitergetafelt.

Für frei lebenden, frischen Meeresfisch der A-Kategorie, sind 45.- Euro pro Kilo im Restaurant einzuplanen. Alternativ & nicht weniger gesund, sind kleine in Olivenöl gebratene Fischlein ( Merida: Gavros, Sardellen), die mit Kopf und Gräten gegessen werden.

Lokale Spezialitäten sind: Spanferkel(v. Ofen/Grill), Zikklino( gepökelt/geräucherte Schweineseite), Briam(lokales, geschmortes Pfannengemüse ) Stifado (eingelegtes Rinds- o. Schweinegulasch mit Zwiebeln).

Die Mani ist das alte Herz Griechenlands…

Wer sich Ihrem rauen Charme öffnet, die Symphonie der Zikaden in sich aufnimmt…
Für Traditionen offen ist…

derjenige wird das alte Herz Griechenlands schlagen hören.

Eine „besondere Zeit mit einer Prise Magie wünscht Ihnen

Ihr Kai-Marious
Wunder Travel Team, Kardamili
www.manitravel.de
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. März 2013 um 17:28 Uhr
 
Sommerurlaub 2003 in Pyrgi PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Christian Schwarz   
Samstag, den 11. Oktober 2003 um 13:50 Uhr

habe einen tollen urlaub (juli - august 03) mit meiner familie sowie meinen schwiegereltern (6 personen)im strandhaus in pyrgi von thomas verbracht. jederzeit würden wir unseren urlaub dort wieder zusammen verbringen. das wetter war super, der strand gehörte uns teilweise ganz alleine da dort fast nur einheimische baden gehen, das meer war super warm so das wir uns stundenlang im wasser aufhalten konnte - was für kleine kinder einfach optimal ist, da strandhaus von thomas reicht auch für 6 personen voll aus da wir es nur zum schlafen benutzten und uns ansonstens am strand bzw. auf der terasse aufgehalten haben, das haus selbst ist super gut eingerichtet und sehr zweckmäßig gestaltet sowie von preis gerecht angeboten, die umgebung von pyrgi ist sehenswert, man kann dort viele ausflüge ( z.b. nach olympia) unternehmen ohne das es einem langweilig dabei wird, bummeln kann man sehr gut in der 10 km entfernten stadt pirgos mit seiner ca. 4 km langen einkaufsstrasse gehen (dort kann man übrigens sehr guten selbstgebranten ouzo kaufen) auch findet dort jeden mittwoch ein großer markt statt und es befindet sich ein riesiger lidelmarkt am ende der stadt, auch gut essen kann man in pygi und umgebung - zu empfehlen ist eien grilltaverne in agios ilias gleich rechte vor den bahnschienen von pyrgi aus kommend - das essen ist gut und bilig vor allem gibt es dort große vorspeisen, nicht zu empfehlen ist leider die strandtaverne (obwohl das essen dort gut ist) in pyrgi da die bedienung sowie der inhaber sehr unfreundlich sind - diese erfahrung mussten wir dort leider zwei mal machen und sind dann dort nicht mehr hingegangen - haben dort unter anderem zwei mittelgroße fische gegessen und nur für diese alleine 39 euro bezahlt - auch andere deutsche besucher sind dort sehr unfreundlich behandelt worden, eingaufen gehen kann man sehr gut bei luis in mirtia - sein kaufladen ist reich bestückt und er verkauft selbstgemachtes olivenöl auf anfrage - sein kaufladen befindet sich auf der hauptstrasse, wie gesagt: jederzeit würde ich mich bei thomas wieder einnisten und meinen urlaub dort verbringen - es ist mehr als empfehlenwert es ist erholung pur.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. März 2013 um 17:35 Uhr
 
Mani, Taygetos und Olivenöl PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jürgen Eisinga   
Montag, den 29. September 2003 um 02:59 Uhr

Eine Reise auf der Peloponnes ist auch eine Reise durch die Natur wie sie gegensätzlicher kaum sein könnte. Im Norden mild und sanft, im Westen mit kilometerlangen Sandstrände zeigt sich der Süden von seiner wildesten Seite. Hier findet man rauhe Karstlandschaft - immer wieder durchbrochen von kleinen Buchten. Im Landesinneren wird die Landschaft von imposanten Gebirgszügen und abgeschiedenen Tälern beherrscht. Hier findet man Olivenbäume, soweit das Auge sehen kann. Von hier stammt eines der besten Olivenöle weltweit: das berühmte Kalamata Olivenöl. Schließlich ist diese Reise auch eine Reise zu seinen Menschen. Es ist eine Reise in besonders fröhliche Badeorte oder verträumte Bergdörfer, wo traditionelle Gastfreundschaft zum Alltag gehört und Besucher oft noch mit einem Glas Wasser, einer griechischen Süßigkeit und einem Lächeln empfangen werden. Die Geschichte der streitbaren Manioten in den rauhen Bergen reicht lange zurück. Nie wurden sie von Besatzern unterworfen. Ihre Häuser sind noch heute festungsähnlich aus grossen Felssteinen gebaut und mit schießschartenartigen Fenstern ausgestattet. Die Bewohner sind sich der alten Tradition sehr wohl bewusst. Auch heute hängt in den alten Tavernen der Manioten häufig immer noch das Portrait des ehemaligen Königs Konstantin.

Wir haben uns vor 20 Jahren für die rauhe Landschaft tief unten im Süden entschieden. Da wir die Berge ebenso wie das Meer lieben, haben wir unseren Wohnsitz in Meghali Mandinia am Fuße des zweithöchsten Gebirges in Griechenland gebaut. Meghali Mandinia gehört zu einer Verbandsgemeinde mit grosser Tradition aus längst vergangener Zeit: zu Avia! Avia schliesst sich direkt südlich an Kalamata an. Das gesamte historische Avia liegt unterhalb der höchsten Erhebungen des Taygetos Gebirges in der rauhen wildromantischen Mani. Weitere bekannte Badeorte mit vielen Sommerwohnsitzen der Athener Griechen sind Mikri Mandinia, Archontiko Avia, Paliochora Avia, Akrogiali Avia, Sadova, Kameika und der malerische Hafenort Kitries. Wir wohnen auf etwa 300 m. Höhe und schauen über alle diese Orte auf den blauen messinischen Golf. Hinter uns, in den höheren und höchsten Regionen liegen die Ortsteile Sortirianika, Stavropigio, Malta, Orova, Doli, Kalianaika und Kambos am Fuße der höchsten Erhebungen der Taygetos mit der Gemeindeverwaltung. Die höchstgelegenen Gemeindeorte sind Voro, Anatoliko, Kendro und Altomira in einer Höhe von bis zu 1200 Metern. Aus der Vorrats-Zisterne in Altomira kommt das klare, ständig fliessende Bergwasser, welches nicht nur unsere Gemeinde, sondern auch Teile Kalamatas versorgt. Höchste Erhebung ist der Profitias Ilias mit 2404 m.ü.NN.

Von hier etwas unterhalb entspringt auch das Quellwasser, daß den Ridomo Fluss zur Schneeschmelze und in der Regenzeit mit Wasser füllt. Die Ridomo Schlucht (unter europ. Naturschutz) ist gut bewanderbar und verläuft in etwa 300 m. steil abfallender Schlucht direkt an unserem Haus vorbei und mündet am Sandstrand bei Sandova in den messinischen Golf.

Es gibt viel zu besichtigen. Alte Amphitheater, historische Klöster, immer noch bewohnte Eremitagen, Kapellen und Kirchen wo immer man auch hinschaut. Und wo Olivenbäume wachsen, da sind natürlich auch Ölmühlen. In unserer Verbandsgemeinde gibt es mehrere, zum Teil besonders alte Mühlen. In einigen davon wird noch mit schweren Mühlsteinen gearbeitet.

Drei möchte ich hier besonders erwähnen: Die kooperative Genossenschafts-Mühle in Archontiko Avia, die ebenfalls aus dem letzten Jahrhundert stammende Ölmühle Milionis in Stavropigio und die kleinste, aber immer noch schönste, alte Mühle von Georgios Skarpalezos in Malta. Die letzten beiden Ölmühlen sind bereits seit ca 1890 ohne Unterbrechung in Betrieb.

Die Olivenernte ist besonders mühsam und anstrendend. Da in den felsigen Terrassen keinerlei Maschinen eingesetzt werden können, erfolgt die Olivenernte per Hand mit langen Holzstangen. Das Rütteln an den Ästen lässt die Oliven auf eine am Boden ausgebreitete Folie fallen. Von dort werden sie mit der Hand gepflückt, sortiert und dann in Körben eingesammelt. In den alten Ölmühlen von Georgos Skarpalezos(1895) und Milionis (1890), in den Bergen der Mani werden die Oliven nach althergebrachter Tradition gemahlen und anschließend in der Handpresse gepresst. An solchen harten Arbeitstagen zur Erntezeit im Winter (von Dezember bis Februar) sitzen die Griechen abends nach Feierarbeit oft zusammen und essen griechisches Knoblauchbrot mit dem ganz frischen Olivenöl. Das Olivenöl wird danach in grossen Fässern gelagert. Vor der Abfüllung in Kanister oder Flaschen wird es gefiltert. Die Handarbeit in oft steilen Hanglagen, das mühsamen Ernten und Verarbeiten und die bekannt hohe Qualität der Oliven aus dem Süden Griechenlands machen das Besondere an unserem Olivenöl aus. Das kleine Bergdorf Malta, mit alter Burgruine und einem herrlichen Ausblick auf die sanften Olivenhänge vor dem Hochgebirge der Taygetos, ist etwa 15 Minuten von unserem Haus entfernt. Sollten Sie irgendwann einmal, während Ihres Urlaubes in der Nähe sein, so freut sich nicht nur Georgios Skarpalezos über jeden Besucher, dem er seine Mühle zeigen darf, sondern auch wir begrüßen Sie gern.


Dieser Bericht wurde verfasst von Jürgen Eisinga
Ferien in Griechenland 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. März 2013 um 18:00 Uhr
 
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